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Über Stock und Stein gehen

Früher waren die Gemdeindegrenzen mit einem Grenzstock abgesteckt. Die Landesgrenzen wurden mit einem Grenzstein markiert. Man ging über Stock und Stein, heißt über Gemeine- und Ländergrenzen.

Herein, wenn´s nicht der Schneider ist

Es hieß eigentlich früher "Herin, wens nit der Schnitter is!" Als "Schnitter" bezeichnete man damals den Tod. (Also Ihr könnt ruhig Eure Gewandschneider empfangen, die sind damit nicht gemeint. amiciketz)

Einen springen lassen

In vielen Herbergen oder Wirtshäusern wurde der Gast bei der Bestellung aufgefordert zu beweisen, daß er in der Lage war die Zeche auch zahlen zu können. Dies machte man, indem man die Münze mit dem Rand auf den Tisch warf. Am Klang der (meist) aufspringenden Münze konnte man hören, ob diese auch echt war. Auch die anderen Gäste sahen natürlich, daß man Geld hatte. Da konnte es schon einmal passieren, daß man für neue Freunde nochmal einen springen lassen musste.

Da liegt der Hund begraben

Im Mittelhochdeutschen hieß "Hunde" Schatz oder Beute. Respektive: Da liegt der Schatz begraben

Den Löffel abgeben

Die einfachen Leute hatten früher oft nicht genügend (Besteck) Löffel für die ganze Großfamilie. Verstarb einer der Familie wurde sein (Besteck) Löffel an jemanden anderen der Familie weitergegeben. Der Verstorbene hatte also wörtlich den Löffel abgegeben.

Auf dem Holzweg sein

Um das geschlagene Holz aus dem Wald transportieren zu können, werden sogenannte Holzwege angelegt, die jedoch nicht von A nach B führen sonden mitten im Wald enden. Kam jemand auf solch einen weg, war er falsch, schlicht auf dem Holzweg eben.

Jemand etwas abknöpfen

Früher trugen reiche Herren oft silberne oder goldene Broschen, Münzen, Medalien oder auch Knöpfe. Waren sie in Geberlaune, oder zur Belohnung verschenkten sie diese an ihre Untertanen. Die somit ihrem Herren wörtlich etwas abknöpften.

Alles in Butter

Glas war ein kostbares Gut und es kam immer wieder bei Transporten zu Bruch. Um Transportschäden zu verhindern wurden Fässer mit flüssiger Butter ausgegossen und das Glas darin praktisch eingegossen. Fiel eines der Fässer vom Wagen und das Glas blieb heil, sagte man:"Alles in Butter"

Das kann kein Schwein lesen

Swyn war der Name einer Gelehrtenfamilie im 17. Jahrhundert in Norddeutschland. Zu eben dieser Familie kamen Bauern, die des Lesens und Schreibens nicht mächtig waren, um sich Briefe vorlesen oder schreiben zu lassen. Konnten die Swyns etwas nicht entziffern, sagte man: "Dat kann keen Swyn lesen."

Zu Kreuze kriechen

Hat eher weniger damit zu tun, daß man nachgibt, sondern es war im Mittelalter eine Form von strenger Buße. Am Gründonnerstag oder Karfreitag kroch man knieend zum Kreuz.

Oh Jemine

stammt vom lateinischen "O Jesu Domine", was übersetzt "Herr Jesu" bedeutet.

Einen Zahn zulegen

Im Mittelalter hingen die Töpfe an einer "Küchensäge" über dem Feuer. Wurde der Topf einen Zahn tiefer gehängt war das Essen schneller fertig.

Über die Wupper gehen

Das Gefängnis von Wuppertal lag auf der anderen Seite des Flusses Wupper, Verurteilte wurden zum Richtplatz in Wuppertal über eine Brücke über die Wupper zur Hinrichtung geführt. Der Delinquent ging also sprichwörtlich über die Wupper.

Zapfenstreich

Im Mittelalter gab es "Polizisten" Aufpasser, die dafür zuständig waren die Schankzeiten einzuhalten. War es nach der Schankzeit gingen diese "Polizisten" in die Schankstube, strichen mit ihrem Stock über den Zapfhahnen, damit war dem Wirt keinerlei Ausschank mehr erlaubt, eben Zapfenstreich.

Mein Name ist Hasa, ich weiss von nichts.

Der Student Viktor Hase hatte 1854 mit seinen Studentenausweis einem Komolitonen zur Flucht verholfen. Nach der Festnahme durch die Polizei sagte er vor dem Amtsgericht aus: Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts", was dann sehr bald in Studentenkeisen für "Nichtswissenheit" stand.

Kalte Füsse bekommen

Der Ursprung ist im Glücksspiel zu finden als man früher im verborgenen Kellern spielte. Um sich den Gewinn zu sichern benutzte man den Ausdruck " kalte Füsse " als Ausrede um das Spiel vorzeitig zu beenden.

Etwas Abstauben

Der Spruch stammt aus dem Müllerhandwerk. Einige Müller steckten einen Teil des Getreides, der beim Mahlen in Staub aufging in die eigene Tasche. Hatte der Müller ordentlich " abgetaubt " fühlten sich die Bauern übervorteilt.

Den Senf dazugeben ( seinen Senf dazugeben )

Die Redewendung stammt aus dem 17. Jahrhundert und geht darauf zurück, daß viele Wirte ungebeten zu den Speisen Senf reichten. Da Senf ein kostbares Gewürz war, und jede Speise somit aufwertete, auch wenn es nicht passte konnte man auch mehr " verdienen "

Nicht die Bohne wert

Hat nichts mit fehlendem Hunger zu tun, sondern mit dem Mittelalter. Bohnen waren ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Die einzelne Bohne war jedoch nichts wert, denn sie konnte nieman sättigen. Für eine Bohne machte also niemand den Finger krumm, sie war ee nicht wert.

Das schlägt dem Fass den Boden aus

Diese Redewendung stammt aus Bayern. 1516 erließ man dort ein strenges Reinheitsgebot für Bier. Schmeckte das Bier bei den strengen Kontrollen nicht, schlug der Kontrolleur mit einem Hammer den Boden aus dem Fass um es zu vernichten.

Wink mit dem Zaunpfahl

Diese Redewendung hat ihren Grund aus dem Mittelalter. Arme Ritter konnten sich keine Lanzen und Schwerter leisten und begnügten sich mit Holzatrappen, die nicht minder gefährlich waren, diese erinnerten jedoch stark an Zaunpfähle.

Die Zeit ist abgelaufen

Bei Gericht im alten Griechenland war die Redezeit begrenzt. Um die Redezeit für jeden gleich zu begrenzen benutzte man eine Klepsydra, ein Gefäß aus dem Wasser in ein anderes Gefäß floss. War die Klepsydra leer, war die Redezeit abgelaufen.

Hals und Beinbruch

Eine Redensart, die eigentlich aus dem Hebäischen stammt. Dort gibt es die Redewendung "hazlache un broche" (zu Deutsch: Glück und Segen). Dieser Segenswunsch wurde aus dem jiddischen durch den deutschen Sprachgebrauch in Hals und Beinbruch.

Up de hooge Luft

"Up de hooge Luft" als Gegenstück gibt es in Hamburg die "Hohe Luft-Chausee". Die "Hohe Luft" war im Mittelalter die Stätte, wo der Galgen stand, meist etwas ausserhalb des Ortes oder der Stadt. Bis heute gibt es in Buchholz / Nordheide einen Tennisclub "Up de hooge luft" (wohl ausserhalb des Ortes).

(Danke an den geb. Ketscher Norbert Schwab, der uns darauf hingewiesen hat).

© amici ketz

Kennt Ihr auch noch Sprichwörter und deren Bedeutung? Dann schickt uns doch ein kurzes Mail: mittelalterverein@amiciketz.de



 
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